19 April 2015

Aufgepasst!!! Der Frühling ist in vollem Gange, die Bäume blühen, überall leuchtend bunte Farben und sattes Grün und die Sonnenstrahlen kitzeln schon in aller Frühe die Haut... Ich bin ein absolutes Sonnenkind, brauche die Sonne wie die Luft zum Atmen und friere von Oktober bis März eigentlich durchgehend. So langsam komme ich nun also auf Betriebstemperatur und freue mich schon riesig auf den Sommer, auf blauen Himmel, leichte Kleider und darauf, die Augen zu schließen und die warme helle Sonne auf der Haut zu spüren...
Der Kuchen, den ich heute dabei habe, gibt einen kleinen Vorgeschmack darauf: er ist so fluffig-cremig, dass er auf der Zunge zergeht, dazu saftige Kirschen und ein Hauch Südsee...


Kirsch-Kokos-Kuchen

Zutaten für den Teig:
100g Kokosraspel
150g Mehl
120g Butter
80g Puderzucker
1 Ei

Zubereitung:
Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und eine Springform damit belegen, dabei einen Rand bilden. Die Form kalt stellen.


Zutaten für die Creme:
1 Dose Kokosmilch (400ml)
100ml Milch
3 EL Zucker
1 Pck. Puddingpulver

2 Becher Schmand
1 Becher saure Sahne
3 EL Zucker
50g Kokosraspel

1 Glas Kirschen

Zubereitung:
Aus der Kokosmilch, der Milch, dem Zucker und dem Puddingpulver einen Pudding nach Packungsanleitung kochen. Topf beiseite stellen und abkühlen lassen, dabei immer wieder durchrühren, damit sich keine Haut bildet. Kirschen abtropfen lassen.
Schmand, saure Sahne, Zucker, Kokosraspel und Pudding verrühren und auf den Teig in der Springform gaben. Bei 175°C im vorgeheizten Ofen etwa 80min backen und bei leicht geöffneter Ofentür abkühlen lassen.


Ich mag momentan Kuchen, die zwar einfach sind wie ein Rührkuchen, aber trotzdem saftig und cremig wie eine Torte, die aber auch viel aufwendiger wäre.


Mit einem einfachen Käsekuchen ist er trotzdem nicht vergleichbar, der Kokos-Geschmack kommt deutlich aber nicht aufdringlich durch und da kommen einem statt Omas Häkeldeckchen eher weiße Sandstrände mit hohen Kokospalmen in den Sinn...

Eure Christina

12 April 2015

Wir Menschen sind alle verschieden und ich finde das ist auch gut so. Das macht das Zusammenleben spannend, aber auch herausfordernd und birgt Konflikte. Würde ich behaupten, dass man Klassiker nie verändern darf, würde ich wohl eine riesige Debatte anzetteln - zurecht:
- Klingt nun das Original von "Time of my Life" aus "Dirty Dancing" besser als eine der 25 Coverversionen?
- Ist ein guter Sauerbraten immer aus Pferdefleisch?
- Darf in eine Schwarzwälder Kirschtorte auch Quark?
- Muss Donauwelle immer als Blechkuchen gebacken werden?
und schließlich:
- Ist Käsekuchen immer heller Teig und hat Früchte - wenn dann - nur darin und nie darauf?


Marmor-Käsekuchen mit Himbeeren

Zutaten:
1kg Quark (20% Fett)
1 Pck. Puddingpulver
4 Eier
4 EL Grieß
125g weiche Butter
275g Zucker
1 Pck. Backpulver
3 EL Kakao

500g Himbeeren (TK)
2 EL Vanillezucker

Zubereitung:
Quark mit Puddingpulver, Eiern, Grieß, Butter, Zucker und Backpulver verrühren bis sich eine glatte Masse ergibt. Die Butter sollte dabei sehr weich sein, ansonsten kann man sie auch kurz erwärmen. Die Hälfte der Masse in eine Springform geben. Die andere Hälfte mit dem Kakao verrühren, ebenfalls in die Springform geben. Bei 180°C etwa eine Stunde backen und bei leicht geöffneter Ofentür abkühlen lassen.
Die Hälfte der Himbeeren auf dem Kuchen verteilen. Die andere Hälfte in einen kleinen Topf geben und mit dem Zucker vorsichtig erwärmen. Mit einem Pürierstab die Himbeeren pürieren und auf dem Kuchen verteilen. Den Kuchen noch etwa eine Stunde ruhen lassen und dann aus der Springform lösen.



Ich finde: das kann man nicht einfach alles mit ja oder nein beantworten. "Time of my Life" hat meiner Meinung nach keiner je besser hinbekommen, aber eine Schwarzwälder Kirschtorte gibt es auch mit Quark, Donauwelle schmeckt auch als Cupcake und der Käsekuchen sieht doch zweifarbig und mit Himbeerhaube einfach superlecker aus?! (Dass er nicht nur so aussieht, sondern auch ganz vorzüglich schmeckt, brauche ich ja wohl nicht zu erwähnen?!)


Im Übrigen: woraus der Sauerbraten gemacht wird, ist mir persönlich relativ egal, da wird man mich weder mit einem Pferd noch mit Rind, Schwein oder anderem Fleisch überzeugen können...;-)


Wie ist es bei Euch? Glaubt Ihr an den guten alten Klassiker oder ist er dazu da neu erfunden zu werden? Was ist für Euch eigentlich ein echter Klassiker?

Eure Christina

05 April 2015

Na? Sind die Eier gefärbt, der Osterzopf gebacken und sämtliche Vorbereitungen abgeschlossen? Bei uns lief die Küche gestern noch auf Hochtouren, mit dem besten Sohn von allen habe ich mit Lebensmittelfarbe Ombre- und Metallic-Eier gefärbt. Antikgold ist das neue Kupfer, meinte er dabei - mein zuverlässiger Stilberater! Ich finde, er hat vollkommen recht, auch wenn ich persönlich noch ein bisschen an Kupfer hänge... 


Dazwischen haben wir noch eine sündige Leckerei für den Osterkaffee gebacken: fruchtig-saftige Aprikosen treffen auf nussig mandeligen Teig und Mascarpone - und sehen dabei passend zu Ostern nach Spiegeleiern aus!


Spiegelei-Cupcakes (Aprikosen-Mandel-Cupcakes mit Mascarpone-Frosting)

Zutaten für den Teig:
125g weiche Butter
140g Zucker
1 EL Vanillezucker
3 Eier
75g gemahlene Mandeln
75g Mehl
1 TL Backpulver
Dose Aprikosen (Abtropfgewicht 490g)

Zubereitung:
Aprikosenhälften abtropfen lassen. Butter mit Zucker dick cremig aufschlagen und ein Ei nach dem anderen zugeben, weiter schlagen. Mandeln, Mehl und Backpulver mischen und unter den Teig heben. Teig in die zwölf Mulden des Muffinbleches füllen und auf jeden Teigling eine Aprikosenhälfte geben, übrige Aprikosen beiseite stellen. Bei 180°C etwa eine halbe Stunde backen und abkühlen lassen.

Zutaten für die Creme:
250g Mascarpone
200ml Sahne
40g (Vanille-) Zucker

Zubereitung:
Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit den Quirlen des Handrührgerätes aufschlagen bis sich eine feste Creme ergibt. Masse in einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle füllen und auf die Küchlein spritzen oder mit einer Palette aufstreichen. Je eine Aprikosenhälfte in die Mitte geben.


Für alle bekennenden Grobmotoriker, die mit dem Spritzbeutel und aufwendigen Dekorationen nichts anfangen können, sind das die perfekten Cupcakes! Einfach die Creme glattstreichen und die Aprikosenhälfte mittig darauflegen und schon machen sie richtig was her!


Ich war vor allem von dem fluffig-saftigen Teig angetan, schön nussig passt er einfach wunderbar zur Creme! Diese schmeckt vanillig und deutlich nach Mascarpone. Ihr müsst übrigens nicht alle Eure Vanillezucker-Päckchen plündern, um auf 40g zu kommen, zwei Päckchen tun es vollkommen, füllt den Rest dann einfach mit normalem Zucker auf. Und für das nächste Mal: Füllt ein Einmachglas mit Zucker, steckt zwei ausgekratzte Vanilleschoten rein und verschließt es, einfach immer wieder nachfüllen und Ihr habt immer Vanillezucker zur Hand!

Was habt Ihr für Pläne für die Ostertage? Seid Ihr traditionell bei der Familie oder entflieht Ihr den Pflichtbesuchen? Wir fahren heute zu meinen Eltern und ich freue mich schon sehr, also traditionell und trotzdem ohne Pflicht! :-)

Eure Christina

08 März 2015

Als ich noch zur Schule ging, hat mir meine Mama jeden Tag Vesper gemacht. Morgens saß sie am Esstisch und hatte vier Brotdosen vor sich, die sie alle mit einem belegten Brot, Obst oder Gemüse und immer etwas Süßem bestückte. Vier Kinder wollen schließlich versorgt sein und es war natürlich keineswegs so, dass sie jedem das gleiche einpacken konnte - jeder von uns hatte seine Vorlieben... :-)
Ab und zu gab es ein Brot mit Eszet-Schnitten, kennt Ihr die? Dünne Schokoladenscheiben, schön knackig und immer wieder ein kleines Highlight in der Vesperdose!
Nach gefühlt 100 Jahren habe ich mal wieder eine Packung gekauft, hatte aber nicht ganz die Vesperbrote von früher im Sinn...

Banana bread

Cakewiches

Zutaten für den Teig:
3 reife Bananen
30g weiche Butter
50g brauner Zucker
70g Honig
1 EL Vanillezucker
1 Ei
1/2 TL Salz
300g Mehl
1 Pck. Backpulver

Zubereitung:
Eine Kastenform (20cm) fetten und mehlen. Bananen, Butter, Zucker und Honig mit den Quirlen des Handrührgeräts oder in der Küchenmaschine cremig rühren, Ei und Salz zugeben und aufschlagen. Mehl mit Backpulver mischen und unterheben. Teig in die Form geben und bei 180°C backen, abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form lösen.

Kuchen

Zutaten für die Füllung:
etwa 150g Frischkäse
1 Pck. Eszet Schnitten
etwa 150g Erdnussbutter (crunchy)
etwa 100g Marmelade

Zubereitung:
Kuchen in fingerdicke Scheiben schneiden. Jede zweite Scheibe mit Frischkäse bestreichen, Schokoladenscheibe darauflegen, mit Erdnussbutter und Marmelade bestreichen und mit einer Scheibe Kuchen belegen. "Sandwich" diagonal durchschneiden.

Kuchen

Die einzelnen Komponenten ergänzen sich perfekt: Banane, Schokolade und Erdnuss, dazu cremig-salziger Frischkäse und fruchtig-süße Marmelade. Weder das Bananenbrot noch die Füllung sind sehr süß, so lässt sich eine solche Cakewich-Ecke wunderbar zum Picknick, zum Tee oder als Snack genießen.

Sandwich Kuchen

Übrigens: als ich so eine Eszet-Schnitte wieder zu Brot probiert habe, konnte ich gar nicht verstehen, was ich daran so toll fand... wie gut, dass ich neue Verwendung dafür gefunden habe!!! :-)

Eure Christina

22 Februar 2015

Während ich den Teig für diese kleinen Schönheiten geknetet und kleine Röschen geformt habe, sprudelten in meinem Kopf die Worte für den Blogbeitrag dazu. Genau das liebe ich am Bloggen: ich habe eine Idee, hege und pflege sie, bis sie reif ist, probiere sie dann aus, kann mit meinen Händen arbeiten, die Idee greifbar machen. Dann lasse ich den Kopf arbeiten, spiele mit Worten, Formulierungen, versuche das zu beschreiben, was in meinem Kopf passiert, wenn der Duft aus dem Ofen in meine Nase steigt. Was in meinem Bauch passiert, wenn ich das Gebackene auf der Zunge und in meinem Gaumen spüre, schmecke - wie sinnlich essen doch ist! Und dann spiele ich mit Licht, versuche das, was ich geschmeckt habe auch noch auf einem Bild zu transportieren, damit Euch das Wasser im Mund zusammenläuft und Ihr sofort Lust habt, in die Küche zu gehen und meine Beschreibung auch für Euch greifbar zu machen...


Ricotta-Rosen

Zutaten für den Teig:
150ml Mandelmilch
1 EL Vanillezucker
Schale einer Zitrone
1/2 Würfel Hefe
Prise Salz
2 Eier
450g Mehl
30g Butter, zerlassen

Zubereitung:
Mandelmilch, Zucker, Zitronenschale, Hefe und Salz in einem kleinen Topf unter Rühren erwärmen bis die Hefe sich aufgelöst hat. In einer Schüssel mit Mehl, Eiern und Butter zu einem glatten Teig verkneten. Dann die Füllung zubereiten.


Zutaten für die Füllung:
250g Ricotta
1 Ei
1-2 EL Vanillezucker

Zubereitung:
Mit bemehlten Händen aus dem Teig Kugeln zu je etwa 30g formen. Kugeln etwa handgroß ausrollen und sechsmal einschneiden (auf 12, 2, 4, 6, 8 und 10 Uhr). Einen Teelöffel Füllung in die Mitte geben und drei Blütenblätter (immer jedes zweite) in die Mitte legen, dabei darauf achten, dass die rechte Kante des Blütenblattes immer unter der vorherigen liegt (siehe Bild). Mit den äußeren Blütenblättern ebenso verfahren. Die Röschen auf einem Blech anordnen und zugedeckt etwa 20-30min gehen lassen, in der Zwischenzeit den Ofen auf 180°C vorheizen. Etwa 20-30min backen bis die Röschen goldgelb sind und nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben.


Ich habe immer die Mandelmilch von alpro im Kühlschrank, die schmeckt uns sehr gut und ist eine gute Alternative zu Kuhmilch. Kuhmilch kaufe ich immer recht knapp ein, weil sich die nicht homogenisierte, nicht hocherhitzte Milch nicht besonders lang hält. Wenn dann mal keine Milch im Kühlschrank ist, greifen wir einfach zu Mandelmilch. Da sie relativ süß ist, habe ich den Zuckergehalt im Teig reduziert. Wenn Ihr normale Milch verwenden wollt, solltet Ihr die Zuckermenge auf zwei Esslöffel Vanillezucker erhöhen.


Nicht nur der Teig, auch die Füllung sind nicht sehr süß. Die Naschkatzen unter Euch können kräftig Puderzucker streuen oder einen Zuckerguss darübergeben - dann allerdings sieht man die zauberhaften Blütenblätter nicht mehr?! Ich möchte Euch ermutigen, sie einfach mal so zu probieren! Zum Brunch oder als Teegebäck kann ich sie mir sehr gut vorstellen. Unter einer knusprigen Kruste verbergen sich luftig-lockerer Teig und cremige Füllung, das Zitronenaroma verbreitet sich im Gaumen und gibt eine frische Note. Wie immer bei Hefeteig schmecken auch diese Teilchen am allerbesten, wenn sie frisch sind. Am zweiten Tag werden sie etwas trockener, backt sie nochmal auf, dann sind sie wie neu! :-)

Na??? Ziel erreicht? Geht Ihr jetzt sofort in die Küche? ;-)

Eure Christina

15 Februar 2015

Auch an mir ist die neue Lecker Bakery nicht vorübergegangen. Und wieder finde ich sie toll gelungen, sie trifft genau meinen Nerv mit den Orangen-Kuchen und den des Mannes mit den Käsekuchen, ist wieder sehr ansprechend aufgemacht und macht Lust zu blättern und zu backen.
Am Cookie Dough Cheesecake auf Seite 14 bin ich schon beim ersten daumenkinomäßigen Durchblättern hängengeblieben, deshalb fiel die Entscheidung, was zuerst gebacken wird, dieses Mal nicht schwer:

cookie dough cheesecake

Chocolate Cookie Dough Cheesecake
(Lecker Bakery, S.14)

Zutaten für den (Keks-)teig:
100g Zartbitterschokolade
200g Butter
175g Zucker
1 EL Vanillezucker
Prise Salz
1 Ei
300g Mehl
1 TL gehäuft Backpulver

Zubereitung:
Schokolade hacken und die Hälfte im Wasserbad schmelzen. Butter, Zucker und Salz cremig rühren, das Ei zugeben und die Masse kurz aufschlagen. Mehl mit Backpulver mischen und mit der Butter-Zucker-Masse verrühren. Gehackte Schokolade unter den Teig heben. Etwa ein Drittel der Masse abnehmen und beiseite stellen. Unter den Rest die geschmolzene Schokolade rühren. Eine Sprigform mit dem Teig auslegen, dabei einen Rand hochziehen und die Form kalt stellen.

Lecker Bakery

Zutaten für die Käsemasse:
2 Eier
125g Zucker
400g Doppelrahmfrischkäse
200g saure Sahne
2 EL Stärke
außerdem: 30g Zartbitterschokolade, gehackt

Zubereitung:
Eier trennen und Eiweiß mit der Hälfte des Zuckers steifschlagen. Eigelb mit Frischkäse, saurer Sahne, Stärke und restlichem Zucker verrühren, Eiweiß vorsichtig unterheben. Hälfte der Käsemasse auf den vorbereiteten Teigboden geben. Den restlichen Keksteig grob zerpflücken und auf die Käsemasse verteilen, mit restlicher Käsemasse bedecken. Bei 175°C etwa 35min backen, Ofen ausschalten, gehackte Schokolade auf dem Kuchen verteilen und bei leicht geöffneter Ofentür abkühlen lassen.

cookie dough

Die Erwartungen sind hier an alle Rezepte aus der Lecker Bakery recht hoch und ich wurde noch nie wirklich enttäuscht. Auch dieses Mal waren alle Testesser zufrieden, mich hat vor allem die superluftige Käsemasse beeindruckt, die auf der Zunge durch die Teigstückchen unterbrochen wird...

Käsekuchen

Am zweiten Tag fand ich diesen Käsekuchen etwas kompakter, was aber vermutlich nur ein geschulter Gaumen merkt, lecker ist er trotzdem noch!
Ich habe den Kuchen oben mit Orangenschokolade bestreut, die eine liebe Freundin aus Bali mitgebracht hat, das hat dem Ganzen noch eine leicht fruchtige Note gegeben und das Tüpfelchen auf das i gesetzt - Ihr merkt sicher schon: absolute Nachback-Empfehlung!

Habt Ihr schon was aus der aktuellen Lecker Bakery gebacken? Wenn ja, was und wie hat es Euch geschmeckt? Ich bin noch nicht ganz sicher was es als nächstes geben soll...

Eure Christina

08 Februar 2015

Manche Rezepte entstehen bei mir spontan. Eine Idee, die direkt umgesetzt wird. Und was soll ich sagen, es läuft dann einfach. Mit manchen Geistesblitzen gehe ich einige Tage schwanger, bevor sie so konkret werden, dass ich in die Küche gehen und sie umsetzen kann. Bei diesem Rezept war es wieder anders: Ich hatte den Geistesblitz; ich dachte an saftige Orangen, knackige Polenta, eine wunderbar strahlend-leuchtende Farbe, wie Sonnenschein, wenn er morgens die Wolken küsst...
Und dann stieß ich im Netz auf dieses Rezept von Yvette van Boven, das ich auf der Seite von "Valentina's Kochbuch" fand und es machte mich so neugierig, dass ich es ausprobieren musste:

Polenta

Orangen-Polenta-Kuchen

Zutaten für den Teig:
2 Orangen, unbehandelt
Saft einer Zitrone
100g Polenta
100g gemahlene Mandeln
1 EL Vanillezucker
1 TL Backpulver
6 Eier
250g brauner Zucker

Zubereitung:
Die zwei Orangen in einem Topf mit reichlich Wasser eine Stunde lang kochen und abkühlen lassen. Mit dem Zitronensaft pürieren und mit Polenta, Mandeln, Vanillezucker und Backpulver mischen. Eier mit Zucker aufschlagen bis sich eine cremefarbene, luftige Masse ergibt. Orangen-Polenta-Masse vorsichtig unter die Eimasse heben und Teig in eine Springform füllen. Bei 180°C etwa 35-40min backen und weitere 5min ruhen lassen. Kuchen aus der Sprigform lösen und auf ein Kuchengitter stürzen. 

Orangenschale

Zutaten für den Belag:
3 Orangen
2 Blatt Gelatine
100g Aprikosenmarmelade

Zubereitung:
Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Orangen mit einem scharfen Messer so schälen, dass keine weiße Haut mehr sichtbar bleibt. In Scheiben schneiden und den Kuchen damit belegen. Aprikosenmarmelade erwärmen, Gelatine ausdrücken und in der warmen Marmelade auflösen. Orangenscheiben mit der Marmelade bestreichen.

Zitrusfrüchte

Zwei Orangen "mit Haut und Haaren" kochen, pürieren und in den Teig mischen, Yvette, ich ziehe den Hut! Ich habe sie abends gekocht und mit Frischhaltefolie abgedeckt in den Kühlschrank gegeben und die Dinger haben durch die Folie durch den ganzen Kühlschrank aromatisiert!

orange cake

Der Kuchen ist schön saftig und hat wunderbaren Biss. Man kann ihn wunderbar vorbereiten, indem man die Orangen im Voraus kocht, bei der nächsten Gelegenheit den Teig backt und dann nur noch den Belag daraufgibt, wenn der Kuchen benötigt wird. Sind die Orangenscheiben länger drauf, dann weicht der Kuchen durch und wird noch saftiger, ich mochte ihn immer noch sehr gern, aber das ist dann Geschmackssache.

Orangenkuchen

Vor einiger Zeit hatte ich die Möglichkeit einige Fruchtaufstriche von Zuegg zu testen und obwohl bei uns sonst nur selbstgemachte Marmelade auf den Tisch kommt, haben uns sämtliche Sorten überzeugt; hier habe ich die Aprikosenmarmelade zum Einsatz gebracht. Mir gefällt, dass die Marmeladen intensiv nach der entsprechenden Frucht schmecken und gleichzeitig nicht übersüßt und klebrig, sondern schön fruchtig sind. Wenn Ihr so wie ich eine Marmelade mit Stückchen habt, könnt Ihr sie kurz pürieren, dann müsst Ihr sie nicht passieren. :-)

Orangenkuchen

Ich denke ich werde auch mal Zitronen kochen und schauen, was man damit anfangen könnte, da kommen mir schon wieder Ideen... :-) Bei dem Orangen-Polenta-Kuchen jedenfalls steigt einem das fruchtig-herbe Aroma schon beim Anschneiden in die Nase, probiert es mal aus!

Eure Christina